Vergleichstest: 6 Akku-Stichsägen im Vergleich
Welche Säge macht den Stich?

Entschuldigen Sie, das Wortspiel in der Überschrift konnte ich mir nicht verkneifen. Doch unser Vergleichstest ist kein Kartenspiel, bei dem es auf Glück und Strategie ankommt. Bei uns geht es um Daten und Fakten. Wir sind gespannt, welche Säge im Test Trumpf oder Joker ist.
Dieser Test hat richtig Spaß gemacht. Denn im Gegensatz zu manchen Werkzeugen, bei denen wir fast identische Produkte in unterschiedlichen Farben bekommen, weil alle Hersteller bei den gleichen Zulieferern einkaufen, unterscheiden sich die Stichsägen im unserem Test deutlich. Hier setzt jeder Hersteller eigene Akzente, findet unterschiedliche technische Lösungen und realisiert sein eigens Design, das auch immer ergonomische Aspekte umfasst. Und es ist wirklich ein Vergnügen auszuprobieren, wie sich die unterschiedlichen Lösungen in der Praxis bewähren.
Das Testfeld
Gemeinsam ist allen hier versammelten Stichsägen, dass sie zu einer Akkufamilie des jeweiligen Herstellers gehören. Hat man bereits andere Werkszeuge und Akkus des betreffenden Herstellers, kann man bei der Anschaffung der Säge Geld sparen, indem man nur die Maschine ohne Akkus und Ladegerät kauft. Beim Einstieg in ein Akku- System, also wenn die Stichsäge das erste Akkuwerkzeug ist, das man sich kauft, lohnt es sich anders herum darauf zu achten, welche Werkzeuge noch zum jeweiligen System gehören. Dann kann man sich bei der Anschaffung weiterer Werkzeuge auch der gleichen Akku-Familie das Geld für Akku und Ladegerät sparen. Ganz nebenbei ist es umweltfreundlich, wenige Akkus im Umlauf zu haben und die vorhandenen Akkus auch wirklich zu nutzen. Gemeinsam ist allen Stichsägen im Test, dass sie mit einer Spannung von 18 Volt arbeiten. Einige Hersteller geben 20 Volt an. Die 2 Volt Unterschied spielen letztendlich keine Rolle. Auffällig ist, dass viele Hersteller bei der unverbindlichen Preisempfehlung Mondpreise angeben. Die „Straßenpreise“, oder vielmehr die Online-Preise liegen teilweise 50 Prozent unter den Herstellerangaben. Da wir eine solche Preispolitik in keiner Weise unterstützen möchten, „strafen“ wir die Hersteller, indem wir bei der Bewertung des Preis/Leistungs-Verhältnis die vom Hersteller angegebene Preisempfehlung zugrunde legen. Was natürlich heißt, dass Sie immer selber den aktuell für eine bestimmte Maschine aufgerufene Preis prüfen sollten.
So testet HEIMWERKER PRAXIS Stichsägen
Alle Maschinen mussten die gängigsten Stichsägen-Disziplinen absolvieren: gerade und geschwungene Schnitte in verschiedenen Hölzern und Holzwerkstoffen sowie Schnitte in Metall. Beurteilt haben wir den Sägefortschritt, also die Geschwindigkeit, und die Qualität des Schnittbildes. Dazu wurde jede Säge für jeden Schnitt in Holz oder Metall mit einem neuen, unbenutzten Sägeblatt bestückt. Da die Qualität des Sägeblätter erheblich zum Ergebnis beiträgt, verwendeten wir für die Schnitte nur hochwertige Sägeblätter. Neben der Schnittleistung fließen Ergonomie, Ausstattung und Zubehör in die Bewertung der Sägen ein.